Ein Schlussstrich und eine Bewerbung

Liebe Hörerinnen, liebe Hörer,
Lieber Mensch der nur an meiner Person interessiert ist,
Lieber Fremder der gerne wissen möchte, was der Irre jetzt schon wieder zu erzählen hat.

Mir ist klar, dass es sehr warm ist und die Aufmerksamkeit gering. Trotzdem würde es mich sehr freuen, wenn ihr mir und diesem Text ein paar Augenblicke schenken könntet.

Wie ihr wisst, ist die letzte Episode KleinesGespräch recht lange her, generell das ich irgendwie irgendwo an einem Podcast beteiligt war. Dies macht mir sehr zu schaffen, da ich das Gefühl habe, dass es eine gewisse Erwartungshaltung mir gegenüber gibt. Ich brauchte einfach mal eine Pause. Diese tat mir auch gut. Einfach mal nichts machen, nicht an den nächsten Gast denken oder oder oder. Nun möchte ich diese Pause eigentlich beenden. Trotz Pause waren meine Gedanken auch oft beim Podcasten ganz allgemein, was einige meiner engsten Freunde auch zu spüren bekamen.

Mir persönlich macht KleinesGespräch keinen Spaß mehr. Die letzten Episoden waren nicht so, wie ich mir das dachte. Nicht so, wie es mal gedacht war. Hinzu kommt, dass ich mir selbst ein Heidenstress mache. Ich MUSS jemanden einladen. WAS wenn ich krank werde und z.B. Thomas Gottschalk absagen muss. ER nimmt sich doch extra Zeit. Dazu gehören noch viel mehr Gedankengänge.

Viele mit denen ich darüber redete meinten, dass es egal ist, ob ein Oliver Kahn zu Gast ist oder Martina vom Lidl nebenan. Hauptsache du hast Spaß und wir hören dich. Das verstehe ich und ehrt mich sehr. Aber das ist nicht das KleinesGespräch wie ich es mir dachte, damals.

Deswegen bin ich zu folgendem Entschluss gekommen:

Bis auf Weiteres ruht KleinesGespräch.

Es gibt noch einige Zusagen. Wenn es klappt, gibt es diese Gespräche noch. Ich werde nichts erzwingen und niemandem hinterher rennen. Wenn was kommt, kommt was. Um so größer die Überraschung.
Es kommen auch viele Vorschläge, wen ich mal einladen könnte. Allerdings muss ich mich mit meinen Gästen identifizieren können. Was bringt es mir, wenn ich Gzuz einlade und weder weiß, wie man den Namen richtig ausspricht und mir auch nicht sicher bin, ob es eventuell doch einen Getränke-Empfehlung ist.

Mein Traum und Wunsch wäre es, KleinesGespräch feierlich mit einem letzten Gast zu beenden.

Vielleicht ist das Format nach über 6 Jahren auch ausgelutscht.

Zu ThematischFrisch:

Kurz und knapp, ThematischFrisch wird bis auf Weiteres eingestellt.

Parallel arbeitete ich daran, einen Podcast zu erstellen, der mit einem festen Team ist. Mit Freunden, die dann auch verstehen, wenn ich kurzfristig krank werde. Leider klappte das alles nicht so recht wie geplant. Hier und da ging auch eine Freundschaft kaputt. Das ganze wird aber kommen. Wann und wie kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Mir wäre tatsächlich August lieb. Allerdings möchte ich nichts mehr Ankündigungen oder versprechen. Nur so viel: Da kommt was.

Meine Bewerbung

Ich habe Lust zu podcasten, fühle mich persönlich aber nicht mehr in der Lage selbst einen Podcast zu leiten – vor allem nicht im Umfang wie KleinesGespräch – psychisch wie physisch. Trotzdem möchte ich nicht aus der Podcast-Landschaft verschwinden.

Was ich mir gerade richtig gut vorstellen könnte, wäre Teil eines Podcasts zu sein. Salopp gesagt: Einfach hinsetzten und reden, gerne auch mit Vorbereitung. Aber einfach keine Riesenverantwortung und Nachbearbeitungszeit. Teil einer fröhlichen Runde, das wäre es!

Deswegen bin ich jetzt mal kackdreist: Wenn du/ihr jemanden sucht für euren Podcast. Vielleicht auch was neues was demnächst startet. Nicht unbedingt irgendwas mit Schwerpunkt „Nerd“. Dann hätte ich wirklich richtig Lust dabei zu sein. Natürlich muss man harmonieren und aufeinander Lust haben. Mich würde es freuen einfach mal nicht der Chef zu sein! Gern auch einfach mal entspannt Gast sein.

Kurz zu den Menschen die mich finanziell unterstützen:

Ich bin ziemlich hin und weg, wie viele nach fast 9 Monaten Pause noch übrig sind. Von den Unterstützern sind viele dabei, die mich und meine Situation kennen und mir darum den einen oder anderen Taler in den Hut werfen. Doch viele sind auch einfach nur Hörer meiner Podcasts. Hier möchte ich noch mal erwähnen, dass ich jeden verstehe, der diese Unterstützung beendet. Von mir kam ja auch nicht wirklich was. Jedem der noch dabei ist, TROTZ dass es teilweise so still ist/war, bin ich sehr sehr dankbar.

Oft denke ich drüber nach was ich für Patreon exklusiv bieten könnte. Doch mir fällt nichts ein. Würde euch einfach gerne etwas zurückgeben. Der Gedanke daran macht mich teilweise auch ziemlich fertig.

Kurze Frage an die Patronen:

Seid ihr mit Patreon zufrieden oder wäre euch eine andere Plattform lieber? Mittlerweile gibt es da ja einige Alternativen, auch aus Deutschland.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich alles hier untergebracht habe was ich wollte. Mir ist wichtig endlich einen Schlussstrich zu ziehen und klar zu sagen, was Sache ist. Wieder klar über alles denken zu können und mir nachts, wo ich eigentlich schlafen müsste, nicht den Kopf zu zerbrechen. Für einige mag das nicht verständlich sein. Nach dem Motto „WAS LABERT DER BEHINDERTE!?“ Aber so sieht es in meinem Kopf aus. Ich bin ein fürchterlicher Perfektionist, was vieles kaputt macht.

Aber egal! Denke das meiste ist geklärt.
Wenn nicht, bitte ich um Fragen. Soweit es möglich ist beantworte ich alles.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
Beste Grüße,
Euer Pascal

2 Kommentare zu Ein Schlussstrich und eine Bewerbung

  1. Schöne Worte . Alles gute für dich !

  2. Hi,

    Ich kenne weder dich noch deinen Podcast, ich habe aus einer Laune heraus bei Twitter auf deinen link geklickt, etwas das ich sonst nie mache und will jetzt nicht einfach wieder gehen. Vor allem weil ich deine Situation ein bisschen kenne.

    Ich bin mal so dreist Tipps zu geben und ich weiß irgendwer (vielleicht auch du) wird sich sicher daran stören.

    Ich weiß ein paar grundlegende Ding, Zuwendungen von anderen erzeugen Schuld, vor allem wenn sie wie zuletzt wohl bei dir nicht ausgeglichen werden können. Solltest du da also schuld verspüren kläre das mit deinen Gläubigern (tust du ja auch) und wenn nötig brich es ab. Und mach dir keinen Kopf das Leute dann enttäuscht sind. Das halten die schon aus. Mach dich frei von den Dingen. Klar willst du was tun, eine Berufung für dich finden, einen Sinn im Leben haben, aber das musst du nicht 24/7 tun. Leg dich auf die Wiese, hab Sex, faulenze rum, verschlag den Tag, Rauch mal was, neue hobbies, werde handwerklich aktiv… Keine Ahnung was du davon schon tust oder was du davon hast. Aber nimm dich nicht so wichtig, dass du glaubst, die Welt gehe unter wenn du nicht poscastest. So hart es ist: so wichtig du nicht. Du bist als Mensch in der wundervollen Position dich jeden Tag neu zu entscheiden, neu zu erfinden, neu zu definieren. Also tu das. Du hast so einen Ansatz ja schon geliefert, mach da weiter. Ich wünsche dir wirklich alles gute auf deinem Weg!

    Mein Name hier ist falsch, genau wie alle anderen Daten. Du musst nicht antworten, musst es nicht mal lesen. Alles gute

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